Der Modedesigner
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Foto: Marketa Scholl |
Fragt man ein kleines Kind, welchen Beruf es später mal ausführen möchte erhält man Antworten wie Astronaut, Superstar und Modedesigner. Desto älter die Kinder werden, desto schiefer wird der Kopf des Fragenden, wenn die Antwort immer noch „Modedesigner“ ist. „Denn wer von denen, die das machen wollen werden wirklich erfolgreich?“, kommt dann immer als Gegenargument. Aber ist das nicht bei jedem Beruf so? Man muss immer alles geben, Kompromisse eingehen können, Sachen aufgeben, taff sein, viel arbeiten und nicht aufgeben, um erfolgreich zu sein. Wahrscheinlich ist es in einem kreativen Beruf, wie bei dem des Modedesigners tatsächlich etwas schwieriger, weil Talent und Glück hinzukommt, aber dennoch ist es kein Studium ohne Zukunft.
Das Studium
Karl Lagerfeld hat einmal gesagt: „Die jungen Designer sind
sicher sehr nett, aber oft haben sie nicht genügend Fachkenntnisse.“ Das
wichtigste ist also eine Ausbildung, die einem das Handwerk beibringt und die
einem auch das Allgemeinwissen der Mode näher bringt.
Neben der Akademie für Mode und Design gibt es die
Modeschule Kehrer, das Fashion Design Institut und noch viele mehr. Dem ersten
Schritt zum Traumberuf steht also nichts mehr im Wege.
Die Studieninhalte
In einem Modedesign Studium lernt man nicht nur Nähen und
zeichnen sondern auch, wie man mit den richtigen Computerprogrammen umgeht, was
man bei Stoffmessen zu beachten hat, um mit der Zeit zu gehen und auf was man
achten muss, wenn man eine Kollektion vorstellt.
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Die Modepuppe - Das Arbeitsgerät der Modedesigner Foto: Vanessa Peschla |
Die Leidenschaft
Ohne Leidenschaft geht in der Mode leider nichts. Der
Professor einer renommierten Fachhochschule macht seinen Studierenden bereits
in der ersten Vorlesung klar: Ein Modedesign Studium schafft man nur mit sehr
viel Leidenschaft. Und dieses Feuer darf danach leider auch nicht ausgebrannt
sein. Die Mode ändert sich ständig und ist vergänglich. Als Modedesigner ist
der Druck extrem hoch und die Modewelt dreht sich immer schneller und
schneller, was einem auch mal zu viel werden kann, was man bei Raf Simons gesehen hat.
Das Talent
Die Frage, die wahrscheinlich am häufigsten gestellt wird
ist: „Muss ich gut zeichnen können?“ Natürlich ist es von Vorteil, wenn man ein
gewisses Talent fürs Zeichnen mitbringt. Jedoch lernt man im Studium, wie sich
die Proportionen des Körpers verhalten und wie man Details richtig zur Geltung
bringt. Aber nicht zu vergessen ist, dass es heutzutage auch technische
Zeichnungen gibt, die dem nicht so vorhandenen Talent etwas nachhelfen können.
Der Beruf
Natürlich ist es der Traum jedes Modedesigners, später einmal
sein eigenes Label zu besitzen. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten.
Der Ausgebildete Modedesigner kann bei einem Label oder einem anderen Designer
mit im Team sein und dort neue Kreationen entwickeln und Trends für die
kommende Saison setzen.
Hier kann man Damen-, Männer, aber auch Kindermode
entwerfen, während man vor allem in Ateliers im Team arbeitet.
Eine andere Möglichkeit wäre es, in die Kostümbildnerei für
Filmanstalten oder Theatern zu arbeiten. Das ist vor allem den Modedesigner zu
empfehlen, die einen sehr ausgefallen Stil haben und sich in ihrer Kreativität
ausleben möchten, wie der in der Modebranche "Kostümbildner" benannte John Galliano.
Nach dem Studium kann man aber auch in eine Moderedaktion
gehen und als Quereinsteiger als Stylist oder in der Mode arbeiten.
Einem gutausgebildeten Modedesigner mit Leidenschaft steht
also nichts mehr im Wege und Modedesigner ist alles andere als ein Beruf ohne Zukunft. Dennoch muss man sich wahrscheinlich eingestehen, dass wir nicht alle so sein können wie Karl, der über sich und seine Arbeitsweise selbst sagt: „Die Dinge fliegen mir
einfach zu.“
VON VANESSA PESCHLA
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